Di 12.15 – 13.45 | ONLINE wöchentlich (Beginn: 18.4.)

Der Komponist und Pianist Ferruccio Busoni (1866–1924) hat eine umfangreiche Korrespondenz hinterlassen, die im digitalen Editionsprojekt „Ferruccio Busoni – Briefe und Schriften“ (https://busoni- nachlass.org) nach und nach veröffentlicht wird. Das Seminar bietet eine Einführung in Standardtools und -workflows der digitalen Textedition, insbesondere in den XML-Standard TEI sowie in das Arbeiten mit dem oXygen XML Editor (Vorkenntnisse sind nicht erforderlich). Alle redaktionellen Prozesse einer Briefausgabe, wie sie im analogen wie im digitalen Editionsgeschäft der gängigen Berufspraxis entsprechen, üben wir gemeinsam ein, von der Textsicherung (Entzifferung, Transkription, Regularisierung/Emendation) über die Codierung bis zur Kontexterschließung (Stellenkommentar). Das Ergebnis bildet idealerweise ein durch die Studierenden fertig edierter Briefwechsel als Teil des Busoni-Editionsprojekts. Programmierkundige sind darüber hinaus eingeladen, an der Erweiterung der Anzeigesoftware (XQuery/XSLT) mitzuwirken.

Das Seminar findet für Karlsruher Studierende online statt (wir schalten uns in die Präsenzsitzungen im Editionslabor der Humboldt-Universität zu Berlin zu; Link via Moodle).

Anmeldung per E-Mail an: christian.schaper@hfm-karlsruhe.de


Do 11.00 – 12.30 | Schloss Gottesaue, Hörsaal wöchentlich (Beginn: 13.4.)

Für alle Studierenden. Kann als Wahlfach in den BA/MA-Studiengängen belegt werden.

Unter den hunderten von Liedern in den Œuvres von Richard Strauss und Max Reger finden sich 14 Gedichte, die beide Komponisten vertont haben (meist zuerst Strauss, danach Reger). Hier werden Möglichkeiten der musikalischen Moderne um 1900 im Kleinformat sichtbar. Wir werden durch vergleichende Text- und Liedanalyse die kompositorischen Zugriffe gegeneinander profilieren und auf ihre ästhetischen Voraussetzungen hin befragen. Dabei geht es auch um die Kategorie des musikalischen „Einflusses“, namentlich um die Frage, ob und inwiefern Regers Vertonungen nicht nur im chronologischen Sinne Lieder „nach Strauss“ darstellen.

Das Seminar wird uns nicht nur ins Karlsruher Max-Reger-Institut führen, sondern auch auf eine dreitägige Exkursion nach München zur Richard-Strauss-Werkausgabe und zum Richard-Strauss- Institut in Garmisch-Partenkirchen (voraussichtlich Mitte Juni, Finanzierungs-Eigenanteil max. 50 €, bis zu 14 Teilnehmende, Platzvergabe gemäß Anmeldungseingang per E-Mail an: christian.schaper@hfm-karlsruhe.de ).


Do 9.15 – 10.45 | Schloss Gottesaue, Hörsaal wöchentlich (Beginn: 13.4.)

Für alle Studierenden, Kann als Wahlfach in den BA-/MA-Studiengängen belegt werden. Für Studierende im Studiengang BA Musikinformatik / Musikwissenschaft 2. Semester (Modul: Musikgeschichte 1).

Die Vorlesung vermittelt Grundkenntnisse zur europäischen Musikgeschichte zwischen ca. 800 und 1600, also zur Musik des Mittelalters und der Renaissance. Neben der zugehörigen Musiktheorie und geeigneten Analysezugängen gilt der Fokus den kulturellen und medialen Rahmenbedingungen. Der erste Teil der Ringvorlesung geht dabei auch den basalen Fragen nach, was unsere heutige Welt mit diesen scheinbar fernen Zeiten und ihrer Musik zu tun hat, warum man sich mit Versuchen zu einer „Musikgeschichte“ überhaupt beschäftigt und auf welche Weisen man sie schreiben bzw. erzählen kann.


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