Mi 16.15 – 17.45 | Schloss Gottesaue, Hörsaal wöchentlich (Beginn: 12.4.)

Für alle Studierenden. Kann als Wahlfach in den BA-/MA-Studiengängen belegt werden.

Einen Salon zu führen oder zu besuchen gehörte vom 17. bis ins 20. Jahrhundert hinein zu einem breiten Spektrum häuslicher Geselligkeiten und Besuchspraktiken des Bürgertums und in Europa ebenso des Adels. Diese vorinstitutionelle Form von Zusammenkünften, stellte einen Übergang von der öffentlichen Sphäre außer Haus zur räumlichen Sphäre des Familiären, Intimen im Innern des Hauses dar. Auf die offenen, jedoch exklusiven Zirkel hatte die Obrigkeit wenige Zugriffsmöglichkeiten, wodurch ein geschützter Raum entstand, der in der Forschung „(Schon-)Raum“ (Brunhilde Wehinger), „Heterotopie“ (Michel Foucault) oder auch „Third Space“ (Homi Bhabha) genannt wird, in dem sowohl kulturelle Begegnungen als auch die Entfaltung einer Gegenöffentlichkeit möglich wurde. „Nicht bloß Geselligkeit, sondern Geselligkeit als Kunstwerk wird angestrebt.“, so formulierte Verena von Heyden- Rynsch das Ziel der Zusammenkünfte. Im Seminar wird der Salon als Ort musikkulturellen Handelns im Zentrum stehen. Wir werden die Funktionen der Musik für diese Form der Geselligkeit bestimmen und den musikkulturellen Austausch zwischen den verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern untersuchen.


Mi 14.15 – 15.45 | Schloss Gottesaue, Hörsaal wöchentlich (Beginn: 12.4.)

Für alle Studierenden. Kann als Wahlfach in den BA-/MA-Studiengängen belegt werden Für Studierende im BA- Studiengang Musikinformatik / Musikwissenschaft 6. Semester (Modul: Musikgeschichte III)

Der abschließende Teil der Ringvorlesung setzt mit den kultur- und musikgeschichtlichen Folgen der Französischen Revolution ein und reicht bis zur Musik der Gegenwart. Auf der Grundlage ausgewählter Kapitel wird ein Überblick über die Musikgeschichte Europas und Nordamerikas des 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts entworfen, woraus sich grundsätzliche Überlegungen zur Musikgeschichtsschreibung und ihren Herausforderungen ergeben. Hierbei wird ein besonderer Fokus auf die verschiedenen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Entstehung, Realisierung und Wahrnehmung von Musik (historisch, kulturell, sozial, technologisch, ökonomisch usw.) gelegt.


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